EINFACH SELBST LOSPADDELN?
Wozu ein SUP-Kurs? 

Das Schöne am Stand Up Paddling ist, dass Du es rasch lernen kannst und so auch recht schnell Spaß haben wirst. 

Bevor Du Dir aber als SUP-Neuling einfach ein Board mietest, solltest Du Dir – wie bei jedem technischen Sport – die Grundlagen und Sicherheitsvorkehrungen vermitteln lassen.

Als Anfänger bist Du erst einmal mit Dir selbst, Deinem Board und Paddel beschäftigt. Da hilft es sehr, wenn jemand für Dich auf den Boots- und Schiffsverkehr achtet und Dir die Regeln auf dem Wasser erklärt.

Wir Stand Up Paddler sind die allerletzten, die auf's Wasser gekommen sind. Wir sollten den Ruderern, Seglern und Kanuten, die teils schon seit 150 Jahren und länger auf der Alster unterwegs sind, nicht im Weg stehen.

Wenn Du selbständig auf einem Gewässer Touren unternimmst, bist Du auf jeden Fall verpflichtet, Dich zuvor mit den jeweiligen Vorschriften bekannt zu machen. 

Mit der richtigen Technik hast Du einfach mehr Spaß 

Einmal angewöhnte und sich dann automatisierende Fehler sind schwer wieder zu beheben und können sich ungünstig auswirken. 

Das Paddeln mit "Knickarm" ohne Einsatz der Core-Muskelgruppen kann zu unangenehmen Schulterschmerzen führen und bringt Dich auf dem Wasser auch nicht so recht voran...

Vorsicht bei kaltem Wasser

Auch fortgeschrittene Paddler sollten die möglichen extremen Auswirkungen eines Sturzes in kaltes Wasser nicht unterschätzen und ihre Kleidung der Wasser-Temperatur  und nicht der Luft-Temperatur  anpassen und mit Schwimmweste unterwegs sein. Das gilt besonders im Frühling, wenn es in der Sonne schon richtig warm wird, das Alsterwasser aber noch sehr kalt ist – und natürlich in der kalten Jahreszeit.

Sich mit "Ich fall' schon nicht rein" zu beruhigen, ist keine gute Strategie. Es gibt Vorkommnisse, die uns überraschend ins Wasser befördern können. Die Klassiker: Paddelbruch in der Powerphase oder ein Ast oder Stein knapp unter der Wasseroberfläche, an dem die Finne hängen bleibt...

Leashes save lives

Fragt die Board-Vermieter nach einer Leash (Sicherungsleine für das Board)  besonders bei Wind, kaltem Wasser und/oder wenn Ihr allein auf größeren Gewässern unterwegs seid.

Wenn Ihr z.B. mitten auf der Außenalster bei stärkerem Wind oder Böen vom Board fallt und ihm dabei noch einen Stoß versetzt, kann sich das Board schnell weit von Euch entfernen. Vielleicht sogar zu weit, um es schwimmend wieder erreichen zu können.

Das gilt speziell für Inflatable Boards, weil sie durch ihre Dicke weiter aus dem Wasser herausragen und so dem Wind mehr Angriffsfläche bieten.

Wenn das Board abgetrieben ist, müsstet Ihr  wenn Euch niemand aus dem Wasser zieht  zum Ufer schwimmen. Das kann besonders bei kaltem Wasser und ohne Schwimmweste/Auftriebshilfe zum Problem werden.

Ist man an einer Leash mit dem Board verbunden, kann man nach einem Sturz ins Wasser das Board schnell und ohne große Anstrengung wieder erreichen.

If you lose your board you're lost  use a leash!

Aber: Auf Fließgewässern ist eine am Bein befestigte Leash lebensgefährlich, wenn sich die Leash irgendwo verfängt, z.B. an einer Bojenkette. Die Strömung muss gar nicht so stark sein, damit man an der Leash hängend unter Wasser gezogen wird. Man kann das Klettband am Fuß nicht mehr erreichen um es zu lösen. Leider sind in solchen Situationen schon mehrfach tödliche Unfälle passiert.

Für Fließgewässer bewährt haben sich Leashes, die am Rücken an einem Bauchgurt befestigt sind. Die Schnellöffnungsvorrichtung am Bauch kann man leicht erreichen und so bei Gefahr die Leash sekundenschnell lösen.

Schwimmwesten

Für TeilnehmerInnen vor dem vollendeten 16. Lebensjahr besteht in meinen Kursen Schwimmwestenpflicht.

Besonders bei kaltem Wasser, auf größeren Gewässern und/oder wenn Ihr allein oder in kleinen Gruppen unterwegs seid, sollte eine Schwimmweste zu Eurer Ausrüstung gehören.

 
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